Blutiger Vorfall in Blumberg – Jäger werden gejagt!
Kurz vor 1 Uhr kam es in Ahrensfelde im Ortsteil Blumberg zu einem schweren Gewaltvorfall. Ein Jäger und eine Jägerin waren mit einem Ford Kuga von der Jagd zurückgekehrt, als ihnen auf der Landsberger Straße ein in Schlangenlinien fahrender Porsche Cayenne auffiel. Sie fuhren rückwärts in die Gartenstraße, der Porsche folgte und rammte den Ford frontal.

Nach dem Zusammenstoß flüchteten die beiden aus ihrem Fahrzeug. Sie gaben an, mit Hieb- und Stichwaffen bedroht worden zu sein, und rannten um ihr Leben. Die Hilfeschreie der Jägerin alarmierten mehrere Nachbarn, ein Anwohner eilte auf die Straße. Der Jäger sprang über einen rund zwei Meter hohen Gartenzaun zu einem Bekannten, klopfte und bat um Hilfe, da er verfolgt werde.

Ein mutmaßlicher Tatverdächtiger wurde schwer kopfverletzt und blutüberströmt am Einsatzort gefunden. Rettungskräfte, darunter die Freiwillige Feuerwehr Blumberg, versorgten ihn und brachten ihn mit Notarztbegleitung ins Krankenhaus.

Die Ursache der Kopfverletzung ist unklar, jedoch war eine Scheibe des Porsche von innen beschädigt. Im Fahrzeug fanden Polizisten mindestens ein Messer sowie ein Hackebeil auf der Rückbank. Zudem wurde eine blutdurchtränkte Jacke sichergestellt, die dem Verletzten zugeordnet wird.
Während der Unfallaufnahme stellte der Jäger fest, dass die Dashcam aus seinem Ford verschwunden war. Eine Absuche blieb erfolglos. Nach mindestens einem weiteren Tatverdächtigen wurde gefahndet, jedoch ohne Erfolg. Ein Anwohner berichtete, die betreffende Familie wohne in der Straße.

Zwei mutmaßlich zur Familie gehörende Personen wurden vor Ort kontrolliert, eine Person nach Durchsuchung auf Waffen zur weiteren Klärung mit zur Polizei genommen. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle und band auslaufende Betriebsstoffe. Vorsorglich wurden zwei weitere Rettungswagen angefordert, darunter einer für die Jägerin. Die Jagdwaffen wurden aus dem Ford in ein anderes Fahrzeug verbracht.

Die Polizei ermittelt zu den Hintergründen der Tat.

Copyright/ Fotos: @stadtstrolch John Boutin