Razzien wegen Verdachts des Menschenhandels zur Arbeitsausbeutung

Berlin– Heute sind in den frühen Morgenstunden in Berlin zahlreiche Einsatzkräfte von Zoll, Bundespolizei, Landespolizei und Ausländerbehörde im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin zu einer der größten Razzia seit Jahren ausgerückt. Etwa 100 Wohn- und Geschäftsadressen wurden von etwa 1900 Beamte von Zoll und Bundespolizei untersucht. Tatverdacht: Verdacht des Menschenhandels zur Arbeitsausbeutung sowie bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern im Baugewerbe, hieß es von der Staatsanwaltschaft in Berlin.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin, wurden in Brandenburg, Halle und Dessau ebenfalls Wohn- und Geschäftsadressen kontrolliert. Ob es Festnahmen gab, konnte bisher nichts bekannt gegeben werden.

Die Razzia wurde wochenlang vorbereitet und am heutigen Tage vollzogen.

Schwarzarbeit vernichtet dauerhaft legale Arbeitsstellen und lässt die Arbeitslosigkeit weiter erhöht.

Jährlich entsteht laut Experten, ein Schaden im dreistelligen Millionenbereich durch nicht gezahlter Sozialversicherungen und Steuern.

Illegal Beschäftige müssen teilweise unter sklavereiähnliche Bedingungen arbeiten. Der “Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V.”, spricht von unverhältnismäßigen Lohnabzügen für Verpflegung, Vermittlung und Unterkunft. Zum Teil wird der vereinbarte Lohn auch komplett vorenthalten.

Im letzten Jahr gab es rund 4100 Ermittlungsverfahren sowie Buß- und Verwarngelder in Höhe von ca. 1.4 Millionen Euro. Schwarzarbeit hat im vergangenen Jahr einen Schaden von etwa 88.6 Millionen Euro angerichtet. Etwa 1600 Einsätze gegen illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit ab  es 2018, das sind in etwa 100 Einsätze mehr als 2017.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wir sind auch nur Menschen. Wenn Sie einen Rechtschreibfehler gefunden haben, benachrichtigen Sie uns bitte, indem Sie den Text auswählen und drücken Sie dann Strg + Eingabetaste. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert!

Vielleicht gefällt dir auch

Schreibe einen Kommentar

Fehlerbericht

Der folgende Text wird anonym an den Autor des Artikels gesendet: