1 Jahr nach der Brandkatastrophe in Biesdorf

Am 2. Dezember 2017 wurde die Berliner Feuerwehr um 11:54Uhr in die Cecilienstrasse alarmiert. In einer Wohnung gab es einen Fettbrand, die Mieterin versuchte das Fett mit Wasser abzulöschen. Als der Versuch allerdings scheiterte, rettete sie sich aus der Wohnung und ließ dabei die Wohnungseingangstür offen stehen. Das Feuer konnte sich schnell ausbreiten und zerstörte dabei die ganze Wohnung in der viel brennbares Material vorhanden war. So Feuerwehrsprecher Frederic Finner. Das hölzerne Treppengeländer wurde von den Flammen regelrecht zerfressen und das Feuer konnte sich somit durch das gesamte Haus ausbreiten.

Das Feuer breitete sich rasch über das Treppenhaus aus. Foto: John Boutin

Anwohner waren gefesselt von den Flammen und den giftigen Gasen. Alarmierte Rettungskräfte aus Hellersdorf, Marzahn, Kaulsdorf, Biesdorf, Lichtenberg, Mahlsdorf u.v.m. versuchten die Flammen schnell unter Kontrolle zu bringen.

Einsatzkräfte auf der Cecilienstraße, die während der Löscharbeiten gesperrt war. Foto: John Boutin

Die Personenrettung in den Etagen hatte höchste Priorität und konnte mit hinzugerufenen Kräften und Fahrzeugen gemeistert werden. Mit rund 200 Einsatzkräften war die Berliner Feuerwehr vor Ort. Es wurden 22 Personen bei diesem Brand verletzt, davon 19 leicht und 3 schwerer. Das Haus ist 1 Jahr nach dem Brand noch immer unbewohnbar und wird derzeit noch saniert. Fachfirmen nahmen Balkon- und Fassadenteile ab, um all das was kaputt gegangen war zu erneuern. Die Berliner Feuerwehr war am 3. Dezember 2017 nochmals vor Ort um in der Cecilienstrasse 182 Nachlöscharbeiten durchzuführen. Die Bewohner des Hauses kamen in unterschiedlichen Einrichtungen, Ersatzwohnungen oder auch bei Freunden und Familie unter.

Ein Kran nimmt die Fassadenteile ab.

In den Sozialen-Netzwerken hat der Bezirksverordnete Alexander J. Herrmann (CDU) und sein Kollege Michael Lehmann (CDU) gemeinsam mit dem Biesdorfer Wahlkreisabgeordneten Christian Gräff zur Spendensammlung aufgerufen, sehr Zeitnah konnten eine Menge Sach- und Geldspenden gesammelt und abgegeben werden. In einem weiteren Fall wurden Helfer für einen Küchenaufbau benötigt, auch da haben sich viele gefunden und konnten HELFEN.

Facebookgruppe: 112 & 110 Berlin

Lange Zeit war nicht klar, ob sich das Gebäude wieder herrichten lässt. Inzwischen saniert die Genossenschaft es von Grund auf: Sämtliche Wohnungen bekommen neue Bodenbeläge und Bäder, die gesamte Elektrik und Haustechnik wird ausgetauscht, Eingang und Aufzug erneuert und dabei auch barrierearm gestaltet. Nicht nur an der Nr. 182, sondern auch den beiden Nachbarhäusern werden die Fassaden vollständig renoviert – und vor allen Wohnungen Balkone angebracht. “Das schafft auch einen zusätzlichen Fluchtweg”, erläutert Gundlach-Böhm. Auf “mehrere Millionen Euro” beziffert er die Kosten. “Das ist wie ein Neubau ohne Vorplanung.” Mitte 2019 sollen die Wohnungen fertig sein. Sieben Mietparteien wollen wieder zurückziehen. Quelle: Tagesspiegel

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